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Regierungssprecher: Anforderungen. Aufgaben. Gehalt.

Dreimal in der Woche stellt sich der Regierungssprecher in der Bundespressekonferenz den Fragen der Hauptstadtjournalisten. Er ist die Stimme der Bundesregierung, leitet als Chef des Bundespresseamts eine Behörde mit rund 540 Beschäftigten und untersteht direkt dem Bundeskanzler. Welche Aufgaben ein Regierungssprecher hat, wie man in dieses Amt kommt und wie hoch das Gehalt ausfällt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Übersicht

Der Regierungssprecher ist der Sprecher der Bundesregierung und zugleich Chef des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung, kurz Bundespresseamt. Er erklärt die Politik der Bundesregierung gegenüber Medien und Bürgern und unterrichtet umgekehrt den Bundeskanzler und das Kabinett über die Nachrichtenlage. Seit Mai 2025 hat Stefan Kornelius das Amt inne, unterstützt von zwei stellvertretenden Sprechern.

Regierungssprecher ist kein Ausbildungsberuf. Der Bundeskanzler beruft eine Person seines Vertrauens, in aller Regel einen erfahrenen Journalisten oder den Sprecher eines Ministeriums. Der Regierungssprecher ist ein politischer Beamter im Rang eines Staatssekretärs. Er kann jederzeit in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden, was bei einem Regierungswechsel üblich ist.

Bezahlt wird das Amt nach der Besoldungsgruppe B 11 des Bundes. Das Grundgehalt liegt bei 17.030,76 € brutto im Monat, also bei rund 204.370 € im Jahr (Stand 05/2026, vorläufig). Die stellvertretenden Regierungssprecher sind Ministerialdirektoren in der Besoldungsgruppe B 10.

Wer das Amt anstrebt, braucht neben journalistischem Handwerk vor allem Stressresistenz, sprachliche Präzision, Diskretion und ein souveränes Auftreten vor Kameras und Mikrofonen. Der realistische Einstieg in die politische Pressearbeit führt über die Pressestellen von Fraktionen, Parteien und Ministerien.

Aufgaben als Regierungssprecher

  • Politik der Bundesregierung erklären
  • Regierungspressekonferenz bestreiten
  • Presseanfragen beantworten
  • Bundeskanzler begleiten und beraten
  • Bundesregierung über die Nachrichtenlage unterrichten
  • Bundespresseamt leiten
  • Öffentlichkeitsarbeit der Ministerien koordinieren

Gehalt als Regierungssprecher
(Grundgehalt, brutto)

~ 198.370 € bis 204.370 € p. a.

Abhängig von:

  • Amt (Stellvertreter B 10, Chef B 11)
  • Bund oder Land
  • Familienzuschlag
Zu den Stellenangeboten bei Fraktionen, Abgeordneten und Parteien.

Was ist ein Regierungssprecher?

Der Regierungssprecher ist der Sprecher der Bundesregierung. Er tritt im Namen des Kabinetts vor die Presse, erläutert Beschlüsse und Vorhaben und beantwortet Fragen zur Regierungspolitik. Zugleich leitet er das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, das Bundespresseamt. Beide Funktionen sind in einer Person vereint. Der Regierungssprecher untersteht direkt dem Bundeskanzler.

Das Amt ist so alt wie die Bundesrepublik. Am 15. September 1949 wählte der Bundestag Konrad Adenauer zum ersten Bundeskanzler, einen Tag später gründete Adenauer das Bundespresseamt. Der bekannteste Sprecher der Gründerjahre war Felix von Eckardt, der Adenauer über viele Jahre begleitete. Heute arbeiten nach Angaben des Amts rund 490 Beschäftigte am Dienstsitz Berlin und etwa 50 am alten Dienstsitz Bonn, insgesamt also rund 540 Personen. Der Bundeshaushalt 2026 sieht für das Bundespresseamt Ausgaben von rund 137,6 Mio. € vor.

Rechtlich ist der Regierungssprecher ein politischer Beamter. § 54 des Bundesbeamtengesetzes nennt den Chef des Presse- und Informationsamts, dessen Stellvertretung und die stellvertretenden Sprecher der Bundesregierung ausdrücklich unter den Ämtern, deren Inhaber der Bundespräsident jederzeit in den einstweiligen Ruhestand versetzen kann, also ohne Angabe von Gründen aus dem Amt entfernen kann. Der Grund: Wer die Politik einer Regierung nach außen vertritt, muss mit ihr in fortdauernder Übereinstimmung stehen. Bei einem Regierungswechsel wird der Regierungssprecher deshalb in aller Regel ausgetauscht. Der Chef des Bundespresseamts führt die Amtsbezeichnung Staatssekretär, seine Stellvertreter sind Ministerialdirektoren, also Beamte der Besoldungsgruppe direkt unterhalb des Staatssekretärs.

Seit dem 6. Mai 2025 ist Stefan Kornelius Regierungssprecher. Zuvor leitete er das Politikressort der Süddeutschen Zeitung. An seiner Seite stehen der Erste Stellvertretende Sprecher Steffen Meyer und der Stellvertretende Sprecher Sebastian Hille. Die stellvertretende Leitung des Bundespresseamts hat Esther Uleer inne. Wie schon unter Olaf Scholz besteht das Sprecherteam damit aus drei Personen. Die beiden Stellvertreter wurden von den Koalitionspartnern SPD und CSU benannt.

Vom Regierungssprecher zu unterscheiden sind die Sprecher der einzelnen Bundesministerien, die für ihr Ressort sprechen, sowie die Sprecher der 16 Landesregierungen. Auch die Fraktionen und Parteien beschäftigen eigene Pressesprecher. Ein Fraktionssprecher vertritt jedoch die Fraktion im Parlament, nicht die Regierung.

Welche Aufgaben hat ein Regierungssprecher?

Die Aufgaben des Bundespresseamts sind im Bundeshaushaltsplan umrissen. Danach hat das Amt als oberste Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundeskanzlers den Bundespräsidenten und die Bundesregierung auf dem gesamten Nachrichtenbereich laufend zu unterrichten, die Bürger und Medien über die Politik der Bundesregierung zu informieren, die öffentliche Meinung zu erforschen und die Öffentlichkeitsarbeit der Ministerien bei Themen von allgemeinpolitischer Bedeutung zu koordinieren. Der Regierungssprecher steht an der Spitze dieser Aufgaben und übernimmt den sichtbarsten Teil selbst.

Regierungspressekonferenz bestreiten

Dreimal in der Woche, montags, mittwochs und freitags, lädt die Bundespressekonferenz den Regierungssprecher und die Sprecher der Ministerien zur Regierungspressekonferenz ein. Die Bundespressekonferenz ist ein unabhängiger Verein von 920 Hauptstadtjournalisten. Die Sprecher sind dort Gäste und müssen sich den Fragen stellen, ohne die Themen vorgeben zu können. Hinzu kommen Pressekonferenzen des Bundeskanzlers, Hintergrundgespräche und Interviews.

Bundeskanzler begleiten und beraten

Der Regierungssprecher gehört zum engsten Umfeld des Bundeskanzlers. Er begleitet ihn auf Auslandsreisen, zu Gipfeltreffen und Kabinettsklausuren und berät ihn in Fragen der Kommunikation. Welche Botschaft wann und wie nach außen geht, stimmt der Sprecher mit dem Kanzleramt ab. Bei Krisen und Konflikten innerhalb der Koalition ist er derjenige, der die Linie der Regierung öffentlich vertreten muss.

Bundesregierung über die Nachrichtenlage unterrichten

Die Information fließt auch in die andere Richtung. Das Bundespresseamt wertet in seinem NewsCenter Nachrichtenagenturen, Tages- und Wochenzeitungen, Rundfunk, Online-Portale und Social-Media-Kanäle aus und bereitet die Lage für die Bundesregierung auf. Einmal täglich erscheint eine digitale Pressemappe. Hinzu kommt die Meinungsforschung, mit der das Amt die Stimmung in der Bevölkerung als Entscheidungshilfe für die Regierung erhebt.

Bundespresseamt leiten

Als Behördenchef verantwortet der Regierungssprecher eine Verwaltung mit rund 540 Beschäftigten und einem Etat von rund 137,6 Mio. € im Jahr 2026. Das Amt betreibt die Website und die Social-Media-Kanäle der Bundesregierung, organisiert Informationsfahrten für politisch interessierte Bürger nach Berlin, produziert Publikationen und Kampagnen und koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesministerien bei Themen von allgemeinpolitischer Bedeutung.

Wie wird man Regierungssprecher?

Einen Ausbildungsweg zum Regierungssprecher gibt es nicht. Der Bundeskanzler entscheidet, wen er zum Chef des Bundespresseamts ernennt, und wählt in aller Regel eine Person, die er seit Jahren kennt und der er vertraut. Entsprechend hängt die Amtszeit an der Amtszeit des Kanzlers. Steffen Seibert war elf Jahre lang Sprecher von Angela Merkel und ist damit der Regierungssprecher mit der bislang längsten Amtszeit. Sein Nachfolger Steffen Hebestreit kam mit Olaf Scholz ins Amt und ging mit ihm.

Auf welchem Weg die Sprecher der vergangenen Jahrzehnte in das Amt gelangten, haben wir für die sechs Regierungssprecher seit 1998 ausgewertet:

Regierungssprecher

Amtszeit

Bundeskanzler

Beruflicher Weg vor dem Amt

Uwe-Karsten Heye

1998 bis 2002

Gerhard Schröder

Journalist, ab 1990 Sprecher der niedersächsischen Landesregierung

Béla Anda

2002 bis 2005

Gerhard Schröder

Politikredakteur, bis 1998 bei der „Bild“, ab 1999 stellvertretender Regierungssprecher

Ulrich Wilhelm

2005 bis 2010

Angela Merkel

Jurist und Journalist (Bayerischer Rundfunk), ab 1999 Pressesprecher der Bayerischen Staatsregierung

Steffen Seibert

2010 bis 2021

Angela Merkel

ZDF-Korrespondent, Moderator von „heute“ und „heute journal“

Steffen Hebestreit

2021 bis 2025

Olaf Scholz

Hauptstadtkorrespondent der „Frankfurter Rundschau“, ab 2018 Sprecher des Bundesfinanzministers

Stefan Kornelius

seit 2025

Friedrich Merz

Ressortleiter Außenpolitik und Politik der „Süddeutschen Zeitung“

Quelle: Bundesregierung, Lebensläufe der Regierungssprecher, Stand 09/2026

Auffällig ist: Alle sechs kamen aus dem Journalismus. Zwei von ihnen, Steffen Seibert und Stefan Kornelius, wechselten direkt aus der Redaktion in das Bundespresseamt. Die übrigen vier hatten zuvor bereits eine Pressestelle in der Politik geleitet, sei es als Sprecher einer Landesregierung, eines Bundesministers oder als stellvertretender Regierungssprecher. Dieselben zwei Wege zeigen sich bei den aktuellen Stellvertretern. Sebastian Hille war Redakteur, Pressesprecher des Wehrbeauftragten und Kommunikationschef der CSU im Bundestag. Steffen Meyer leitete das Strategische Zentrum der SPD, nachdem er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag begonnen hatte.

Ebenso verläuft es in den Ländern. In Hessen ist Tobias Rösmann seit Juni 2022 Staatssekretär und Sprecher der Landesregierung, zuvor war er 15 Jahre Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In Nordrhein-Westfalen ist Christian Wiermer seit 2017 Regierungssprecher und Chef des Landespresse- und Informationsamts. Er kam als Chefreporter der DuMont-Mediengruppe in die Staatskanzlei und wurde 2025 zusätzlich Staatssekretär.

Welche Anforderungen muss ich erfüllen, um Regierungssprecher zu werden?

Formale Voraussetzungen wie ein bestimmtes Studium schreibt kein Gesetz vor. Aus den Lebensläufen der Amtsinhaber lassen sich jedoch die tatsächlichen Anforderungen ablesen:

  • Eine journalistische Ausbildung, etwa an einer Journalistenschule oder über ein Volontariat, und mehrjährige Berufserfahrung in einer politischen Redaktion. Stefan Kornelius absolvierte die Henri-Nannen-Schule und war Korrespondent in Bonn und Washington, bevor er das Ressort Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung leitete.
  • Ein abgeschlossenes Studium, in aller Regel der Politikwissenschaft, Geschichte, Kommunikationswissenschaft oder Rechtswissenschaft. Kornelius studierte Politik, Geschichte und Staatsrecht in Bonn und London.
  • Erfahrung in der Leitung einer Pressestelle oder eines Redaktionsressorts, denn der Regierungssprecher führt eine Behörde mit mehreren hundert Beschäftigten.
  • Ein enges Vertrauensverhältnis zum Bundeskanzler und die Bereitschaft, die Politik der Regierung ohne Vorbehalt nach außen zu vertreten.
  • Die Bereitschaft, mit dem Ende der Kanzlerschaft in den einstweiligen Ruhestand versetzt zu werden.

Wer diesen Weg gehen möchte, beginnt in aller Regel in einer Pressestelle. Solche Stellen gibt es regelmäßig: Für Parlamentjobs PLUS durchsuchen wir täglich die Websites von Parteien, Fraktionen und Abgeordneten nach Stellenanzeigen und haben zwischen Januar 2023 und dem Stichtag 22. September 2026 insgesamt 37 Ausschreibungen für Pressestellen erfasst, davon 23 mit „Pressesprecher“ im Titel. 26 dieser Stellen stammten von Fraktionen in Bundestag, Landtagen und Stadträten, zehn von Parteien und Verbänden und eine aus einem Abgeordnetenbüro. Die genannten Eingruppierungen reichten von der Entgeltgruppe 11 bis zur Entgeltgruppe 15 nach TV-L beziehungsweise TVöD. Was ein Referent für Öffentlichkeitsarbeit in der Politik verdient und welche Aufgaben er übernimmt, haben wir in einem eigenen Artikel beschrieben.

Welche Soft Skills werden als Regierungssprecher benötigt?

Der Regierungssprecher steht öffentlich für jedes Wort ein, das er sagt. Anders als ein Journalist, der Fragen stellt, muss er Antworten geben, die den Kanzler, die Koalition und die Bundesregierung binden. Das verlangt persönliche Eigenschaften, die über das journalistische Handwerk hinausgehen.

Als Regierungssprecher werden folgende Soft Skills benötigt:

  • Stressresistenz
  • Sprachliche Präzision
  • Diskretion und Loyalität
  • Souveränes Auftreten
  • Politisches Urteilsvermögen
  • Schnelligkeit

Stressresistenz

Krisen, Koalitionsstreit und Nachrichten, die den Tagesplan über den Haufen werfen, gehören zum Alltag. Der Regierungssprecher muss auch dann ruhig bleiben, wenn er in der Regierungspressekonferenz zu einem Thema befragt wird, zu dem die Abstimmung innerhalb der Regierung noch läuft. Ein falscher Satz kann eine Schlagzeile werden.

Sprachliche Präzision

Jede Aussage des Regierungssprechers wird protokolliert, zitiert und ausgelegt. Er muss so formulieren, dass die Position der Regierung klar wird, ohne Verhandlungen vorwegzunehmen oder Partner zu verärgern. Diese Kunst, viel zu sagen und nichts Falsches, unterscheidet einen guten Sprecher von einem mittelmäßigen.

Diskretion und Loyalität

Der Regierungssprecher sitzt bei Kabinettssitzungen, Klausuren und vertraulichen Gesprächen mit am Tisch. Was er dort erfährt, bleibt intern. Zugleich vertritt er die Regierungslinie auch dann, wenn er persönlich anderer Meinung ist. Loyalität zum Bundeskanzler ist die Geschäftsgrundlage des Amts, weshalb der Regierungssprecher als politischer Beamter jederzeit abberufen werden kann.

Politisches Urteilsvermögen

Der Regierungssprecher muss einschätzen, welche Nachricht eine Regierung in Bedrängnis bringt und welche Frage in der Pressekonferenz auf welches Ziel zusteuert. Dafür braucht er jahrelange Beobachtung des politischen Betriebs, Kenntnis der Akteure in Parlament, Parteien und Medien und ein Gespür dafür, wie Aussagen in der Öffentlichkeit ankommen.

Wie hoch ist das Gehalt eines Regierungssprechers?

Der Regierungssprecher ist Beamter und wird nach der Bundesbesoldungsordnung B bezahlt, die für die Leitungsämter des Bundes gilt. Anders als in der Besoldungsordnung A gibt es dort keine Erfahrungsstufen, sondern ein festes Grundgehalt je Besoldungsgruppe. Als Staatssekretär ist der Chef des Bundespresseamts in die höchste Gruppe B 11 eingestuft. Der Bundeshaushalt 2026 weist für das Amt genau eine Planstelle dieser Gruppe aus. Die Bundesbesoldungsordnung B ordnet den stellvertretenden Chef des Bundespresseamts und die stellvertretenden Sprecher der Bundesregierung als Ministerialdirektoren der Besoldungsgruppe B 10 zu.

Besoldungsgruppe

Amt im Bundespresseamt

Planstellen 2026

Grundgehalt im Monat

Grundgehalt im Jahr

B 11

Staatssekretär (Chef des Bundespresseamts und Regierungssprecher)

1

17.030,76 €

~ 204.370 €

B 10

Ministerialdirektor (stellvertretender Chef, stellvertretende Regierungssprecher)

3

16.530,96 €

~ 198.370 €

B 9

Ministerialdirektor

4

14.077,27 €

~ 168.930 €

B 6

Ministerialdirigent

10

12.041,80 €

~ 144.500 €

Quelle: dbb Besoldungstabelle Bund gültig ab 01.05.2026 (vorläufig), Bundeshaushaltsplan 2026, Stand 05/2026

Die Beträge sind das monatliche Grundgehalt. Hinzu kommt gegebenenfalls der Familienzuschlag. Die Werte für 2026 sind vorläufig: Der Bund zahlt seit Mai 2026 Abschläge auf eine Besoldungserhöhung von 2,8 Prozent, das zugehörige Gesetz stand im September 2026 noch aus. Zum Vergleich: Ein Bundesminister erhält ein Amtsgehalt von rund 21.400 € im Monat, ein Bundestagsabgeordneter eine Entschädigung von 11.833,47 €.

In den Ländern hängt das Gehalt vom Rang ab, den die jeweilige Landesregierung dem Amt gibt. In Hessen und seit 2025 auch in Nordrhein-Westfalen ist der Regierungssprecher Staatssekretär und wird nach der Besoldungsordnung des jeweiligen Landes bezahlt. Welchen Rang das Amt hat, legt jede Landesregierung selbst fest.

Endet die Amtszeit, wird der Regierungssprecher als politischer Beamter in den einstweiligen Ruhestand versetzt und erhält Versorgungsbezüge nach dem Beamtenversorgungsgesetz. Das Amt ist häufig nicht die letzte Station: Steffen Seibert wurde nach seiner Amtszeit deutscher Botschafter in Israel, Uwe-Karsten Heye leitete ab 2003 das Generalkonsulat in New York, und Ulrich Wilhelm wurde Intendant des Bayerischen Rundfunks.

Stand 05/2026

Aktuelle Jobs in der Politik

Das Amt des Regierungssprechers wird nicht ausgeschrieben. Stellen in den Pressestellen von Parteien, Fraktionen und Abgeordneten, mit denen der Weg in die politische Kommunikation beginnt, finden Sie hingegen regelmäßig auf unserer Seite:

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Fazit – Berufsbild Regierungssprecher

Der Regierungssprecher ist die Stimme der Bundesregierung und zugleich Chef des Bundespresseamts mit rund 540 Beschäftigten. Er ist politischer Beamter im Rang eines Staatssekretärs, wird vom Bundeskanzler berufen und teilt dessen Amtszeit. Einen vorgeschriebenen Ausbildungsweg gibt es nicht, alle Regierungssprecher seit 1998 kamen jedoch aus dem Journalismus. Welche Aufgaben mit dem Amt verbunden sind, welche Soft Skills es verlangt und wie hoch das Gehalt nach der Besoldungsgruppe B 11 ausfällt, haben wir Ihnen in diesem Artikel gezeigt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten!

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