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1.481 Stellenanzeigen analysiert: So sehen Jobs bei Parteien, Fraktionen und Abgeordneten aus

Gesucht wird ein Referent oder wissenschaftlicher Mitarbeiter in Vollzeit mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden am Standort Berlin. Eine Anstellung in Teilzeit mit einer Wochenarbeitszeit von 23 Stunden ist ebenfalls möglich.

Voraussetzung für die Bewerbung ist ein abgeschlossenes Studium. Bezahlt wird nach einem Haustarifvertrag in Anlehnung an den Tarif des öffentlichen Dienstes. Das Arbeitsverhältnis ist befristet bis zum Ende der aktuellen Wahlperiode.

So oder so ähnlich sieht die durchschnittliche Stellenanzeige bei Parteien, Fraktionen und Abgeordneten aus. Das hat unsere Analyse von 1.481 Jobausschreibungen gezeigt. Weitere Auffälligkeiten unserer Studie stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor. Sie erfahren unter anderem, welche Parteien besonders häufig Mitarbeiter suchen, welche Positionen besonders gefragt sind und mit welcher Arbeitszeit zu rechnen ist.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Erkenntnisse unserer Studie

  • Bündnis 90/Die Grünen hat mit einem Anteil von 28,06 % die meisten Stellenanzeigen veröffentlicht, gefolgt von der SPD mit 21,00 % und Der Linken mit 14,60 %.
  • Berlin ist das politische Job-Zentrum Deutschlands: 39,58 % der Stellenanzeigen haben Berlin als Arbeitsort genannt. An zweiter Stelle befindet sich Nordrhein-Westfalen mit 13,08 %, deutlich hinter Berlin. Es folgen Sachsen (8,42 %), Bayern (6,51 %), Hessen (4,40 %) und Baden-Württemberg (4,34 %).
  • Mit Abstand am häufigsten suchen Parteien, Fraktionen und Abgeordnete nach (Fach-)Referenten. Diese Position ist in 22,21 % der Stellenanzeigen zu besetzen. Ebenfalls gefragt sind wissenschaftliche Mitarbeiter (8,04 %), Assistenzen (7,90 %) und Sachbearbeiter (7,09 %).
  • Die meisten Ausschreibungen erfolgen für Vollzeitstellen (58,54 %). Die durchschnittliche Arbeitszeit beträgt hierbei 39 Stunden pro Woche.
  • Der zweitgrößte Anteil der Stellenanzeigen wird in Teilzeit besetzt (37,88 %). Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt bei 23 Stunden.
  • In 73,06 % der Ausschreibungen werden Angaben zu Be- bzw. Entfristungen gemacht. 89,46 % dieser Stellenanzeigen sind befristet, was deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegt.
  • 56,65 % der Jobs werden nach Tarif bezahlt. In fast 99 % der Fälle erfolgt die Zahlung nach dem TVöD, in Anlehnung an den TVöD oder nach einem Haustarifvertrag.
  • In den meisten Fällen zahlen das BSW (95,56 %) und Die Linke (92,63 %) nach Tarif. Am seltensten nennen Volt (8,51 %) und CSU (5,56 %) die Tarifzahlung als Benefit.
  • Die Möglichkeit zum Mobilen Arbeiten ist nur in 46,66 % der veröffentlichten Jobangebote gegeben.
  • Am häufigsten haben Ausschreibungen von Volt (91,49 %) und Bündnis 90/Die Grünen (87,86 %) die Möglichkeit für die Arbeit im Homeoffice. Mit Abstand am wenigsten wird dieser Benefit bei der AfD genannt (6,15 %).

Rot-Rot-Grün als potenzielle Koalition unter den Stellenanzeigen

Im ersten Schritt haben wir betrachtet, welche Parteien die meisten Stellenanzeigen veröffentlichen. Auf dem ersten Platz liegt hier ganz klar Bündnis 90/Die Grünen mit einem Anteil von 28,06 %, gefolgt von der SPD mit 21,00 % der Ausschreibungen. Beide Parteien haben zusammen fast 50 % und bilden somit fast eine “Große Koalition” unter den Stellenanzeigen. 

Auf dem dritten Rang liegt Die Linke mit 14,60 %. Somit haben die ersten drei Parteien zusammen einen Anteil von 63,66 %. Bei einer Wahl wäre somit aufgrund der absoluten Mehrheit eine Rot-Rot-Grüne Regierung möglich.

Gefolgt werden die Top 3 von der CDU mit 11,51 %, der AfD mit 8,75 % und der FDP mit 5,45 %. Auf den letzten drei Rängen liegen die CSU (3,63 %), Volt (3,16 %) und das BSW (3,03 %).

Darüber hinaus gibt es noch Parteien, die vereinzelt Stellenanzeigen schalten. Hierzu gehören die Freien Wähler (2 Anzeigen, 0,13 %), Die Partei (2 Anzeigen, 0,13 %), die Tierschutzpartei (4 Anzeigen, 0,27 %), die Partei des Fortschritts (2 Anzeigen, 0,13 %) und der Südschleswigsche Wählerverband (1 Anzeige, 0,07 %). Außerdem wurde eine Stellenanzeige von einem parteilosen Abgeordneten veröffentlicht.

Vergleicht man den Anteil der veröffentlichten Stellenanzeigen der Parteien mit ihrem Zweitstimmenanteil in der letzten Bundestagswahl (2025) ergeben sich zum Teil deutliche Abweichungen nach oben und unten.

Die größte Abweichung gibt es bei Bündnis 90/Die Grünen mit einem Anteil von +16,46 % gegenüber dem Wahlergebnis. Dem gegenüber stehen die CDU und CSU. Die Union hat einen Anteil von gerade einmal 11,51 % aller Stellenanzeigen gegenüber einem Wahlergebnis von 28,5 % (-13,36 %). Die AfD liegt ebenfalls weit unter dem Wahlergebnis (-12,05 %).

Die Gründe für die großen Unterschiede bei der Anzahl veröffentlichter Stellenanzeigen zwischen den Parteien, besonders in Hinblick auf das Wahlergebnis der letzten Bundestagswahl, sind multifaktoriell:

Einerseits können wir nur öffentliche Ausschreibungen in unserer Analyse betrachten. Schreibt eine Organisation ihre Stellen überwiegend intern aus, erreicht sie geringere Werte in unserer Statistik.

Zum anderen beeinflussen Wahlen im Betrachtungszeitraum sowie deren Ergebnisse die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen. Ziehen Parteien sowie Abgeordnete neu ins Parlament ein, haben diese im Regelfall einen Bedarf an neuen Mitarbeitern. Auch die Veränderungen im Wahlergebnis im Vergleich zur vorherigen Legislaturperiode, sowohl positiv als auch negativ, wirken sich auf den Mitarbeiterbedarf der Parteien aus.

Dies betrifft nicht nur die Wahl auf Bundesebene, sondern auch EU-Wahlen sowie Wahlen auf Landes- und Kommunalebene. Während unseres Betrachtungszeitraums fanden neben der Bundestagswahl 2025 auch Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und die Bezirksversammlungswahlen in Hamburg statt. Ebenso wurden die Landtage in Brandenburg, Sachsen und Thüringen sowie die Bürgerschaft in Hamburg neu gewählt. Hinzu kommt die Europawahl 2024.

Berlin als politisches Jobzentrum

Seit 1999 und dem Umzug der Regierung sowie des Parlaments von Bonn nach Berlin ist die deutsche Hauptstadt auch das politische Zentrum der BRD. Das spiegelt sich auch in den Stellenanzeigen wider. Ganze 39,58 % der Stellenanzeige haben Berlin als Arbeitsort genannt.

An zweiter Stelle der Bundesländer befindet sich Nordrhein-Westfalen mit 13,08 %, deutlich hinter Berlin. Es folgen Sachsen (8,42 %), Bayern (6,51 %), Hessen (4,40 %) und Baden-Württemberg (4,34 %).

Mehr als die Hälfte aller Jobangebote entfällt damit auf lediglich zwei Bundesländer. Die Top 8 Bundesländer nach Berlin und NRW machen gemeinsam 36,82 % aus und die restlichen sechs Länder erreichen vernachlässigbare 10,52 %.

Hinweis: Die Summe der Jobs pro Bundesland ergibt insgesamt mehr als 1.481. Der Grund hierfür ist, dass einige Jobs mehrere mögliche Arbeitsorte in unterschiedlichen Bundesländern angegeben haben.

Most-Wanted: Referenten

Am häufigsten suchen Parteien, Fraktionen und Abgeordnete nach (Fach-)Referenten. Diese Stellenanzeigen machen 22,21 % aller Job-Postings aus. Auf dem zweiten Platz liegen wissenschaftliche Mitarbeiter bzw. Referenten mit 8,04 % und damit einem deutlichen Abstand zum ersten Platz. Ähnlich häufig werden Assistenzen (7,90 %) und Sachbearbeiter (7,09 %) gesucht. Zu den häufigsten Ausschreibungen zählen auch Social-Media-Manager (6,48 %), Geschäftsführer (4,46 %) und Büromitarbeiter (4,05 %).

Neben den “Most-Wanted” gibt es auch solche Positionen, die eher selten gesucht werden. Hierzu zählen etwa Mediengestalter (1,15 %) und IT-Administratoren (0,81 %). Auf dem letzten Platz unserer Liste liegen Fahrer. Sie machen lediglich 0,41 % der Anzeigen aus.

Beschäftigungsumfang und Arbeitsdauer ähnlich dem bundesweiten Durchschnitt

Bei konkreten Angaben zur Arbeitszeit halten sich Parteien, Fraktionen und Abgeordnete regelmäßig bedeckt. In lediglich 63,13 % der Stellenanzeigen werden konkrete Angaben zu Wochenstunden gemacht.

In den restlichen 36,87 % der Stellenanzeigen wird lediglich erwähnt, ob es sich um eine Anstellung in Vollzeit oder Teilzeit, als studentische Hilfskraft etc. handelt.

Die meisten Ausschreibungen erfolgen für Vollzeitstellen. Dies betrifft 58,54 % aller Stellenanzeigen (867 von 1.481). Die zweitmeisten Jobs können in Teilzeit besetzt werden (37,88 %, 561 von 1.481). Rund jede zehnte Stellenausschreibungen betrifft Werkstudententätigkeiten bzw. Jobs, die auch eine Anstellung als studentische Hilfskraft ermöglichen (9,45 %, 140 von 1.481).

Vereinzelt werden auch Praktika (4,25 %, 63 von 1.481), Mini-Jobs (3,65 %, 54 von 1.481) und Freelance-Tätigkeiten (1,28 %, 19 von 1.481) ausgeschrieben.

Hinweis: Die Summe der Prozentwerte ergibt mehr als 100 %. Grund hierfür ist, dass einige Stellenanzeigen in unterschiedlichen Anstellungsverhältnissen besetzt werden können, beispielsweise in Voll- oder Teilzeit.

Laut dem Mikrozensus – Arbeitsmarkt 2024 (Endergebnis), Tabelle 12211-11 (Abhängig Beschäftigte nach Art der ausgeübten Tätigkeit, Geschlecht und Ländern) verteilt sich die Arbeitszeit von abhängig Beschäftigen zu 68,74 % auf Vollzeit und 31,26 % auf Teilzeit. Damit haben die von uns analysierten Jobs ein ähnliches Verhältnis zwischen Teilzeit und Vollzeit, wobei Teilzeit ein kleines Plus gegenüber dem bundesweiten Durchschnitt ausweist.

Wird eine Arbeitszeit angegeben, geht diese je nach Art der Anstellung weit auseinander:

Vollzeitstellen werden mit einer Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 39 Stunden besetzt. Abhängig von den Ausschreibungen reicht die Arbeitszeit allerdings von 30 bis 42 Stunden. Damit liegt die Arbeitsdauer eine Stunde unter dem bundesweiten Durchschnitt von 40 Stunden im Jahr 2024 (Quelle: Statistisches Bundesamt: “Qualität der Arbeit, Wöchentliche Arbeitszeit”).

Teilzeitstellen erreichen eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 22,84 Stunden mit einer großen Spanne von mindestens 5 Stunden bis hin zu 39 Stunden pro Woche.

Bei Minijobs erreicht die durchschnittliche Arbeitszeit 8 Stunden in einer Woche. Aufgrund der typischen Charakteristik dieser Anstellungsart reicht die Spanne nur von 3 bis 10 Wochenstunden.

Stellen für studentische Hilfskräfte werden mit durchschnittlich 15,9 Stunden pro Woche ausgeschrieben. Hier reicht die Spanne von 8 bis 29,5 Wochenstunden.

Es wird zwischen Teilzeit- und Vollzeit-Praktika unterschieden. Bei den von uns ausgewerteten Ausschreibungen handelt es sich vermehrt um letztere. Das spiegelt sich in der durchschnittlichen Arbeitszeit von rund 36,74 Stunden pro Woche wider, auch wenn die Spanne für ein Praktikum von 15 bis 40 Stunden reicht.

Wenig Beschäftigungssicherheit aufgrund befristeter Verträge

Unsere Datenbasis enthält 1.082 Jobs, bei denen eine Angabe zu einer möglichen Befristung gemacht wurde. In 399 Stellenanzeigen wurde hingegen keine Information angegeben.

Von den 1.082 Ausschreibungen wiederum sind 968 Stellen befristet (89,46 %) und nur 105 unbefristet (9,70 %). Bei einer Stelle (0,09 %) bestand sowohl die Möglichkeit einer befristeten als auch einer unbefristeten Anstellung. Die restlichen 8 Stellenanzeigen (0,74 %) richteten sich an Freelancer für projektbasierte Arbeiten.

Damit ergibt sich ein Verhältnis von rund 1 : 9,22 von unbefristeten zu befristeten Stellenanzeigen. Dies ist im politischen Umfeld grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Zum einen werden Jobs häufig im Rahmen von Projekten (z. B. Wahlkämpfen) ausgeschrieben. Andererseits werden Abgeordnete und deren Fraktionen für eine Legislaturperiode gewählt. Entsprechend werden Stellen bei diesen Arbeitgebern üblicherweise zunächst nur bis zum Ende der jeweiligen Wahlperiode befristet. Als Zusatz wird dann oftmals in den Stellenanzeigen eine Option zur möglichen Entfristung bei einer Wiederwahl genannt.

Für Arbeitnehmer ergibt sich demnach eine große Beschäftigungsunsicherheit im politischen Umfeld. Das zeigt ein Vergleich mit den Daten des Statistischen Bundesamtes: In 2024 waren lediglich 7 % der Arbeitnehmer ab 25 Jahren in Deutschland befristet beschäftigt. Selbst bei Neuanstellungen lag die Befristungsquote von 37,8 % im bundesweiten Durchschnitt 2023 deutlich unter den von uns ermittelten Werten bei Parteien, Fraktionen und Abgeordneten.

Tarifzahlung als linksgerichtetes Unterscheidungsmerkmal

Tarifverträge bieten Beschäftigten zahlreiche Vorteile. Dazu zählen etwa einheitliche, vordefinierte Konditionen, Sicherheit und Transparenz. Dennoch wird nur in etwas über der Hälfte der Stellenanzeigen (56,65 %, 839 von 1.481) die Zahlung nach Tarif erwähnt. Bei 43,35 %, also 642 von 1.481 Stellenanzeigen ist demnach davon auszugehen, dass nicht nach Tarif bezahlt wird.

Wird die Zahlung nach Tarifvertrag angegeben, bezieht sich diese in den meisten Fällen (73,18 %, 614 von 839) auf einen Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (Bund, Länder, Kommunen) oder in Anlehnung an diesen. Der zweitgrößte Teil der Stellen wird nach dem Haustarifvertrag der jeweiligen Partei bzw. des Landesverbandes entlohnt (25,51 %, 214 von 839). In selteneren Fällen erfolgt die Bezahlung nach Rahmenvorgaben des Bundestages (1,07 %, 9 von 839) und gemäß Niedersächsischem Besoldungsgesetz (NBesG, 0,24 %, 2 von 839).

Bei Betrachtung der einzelnen Parteien ist auffällig, dass die Bezahlung nach Tarifvertrag vor allem ein Merkmal linksgerichteter Parteien ist. Mit 95,56 % und 92,63 % der Stellenanzeigen liegen das BSW (43 von 45) und die Linke (201 von 217) auf den Spitzenpositionen. Auch Bündnis 90/Die Grünen (67,87 %, 283 von 417) und die SPD (66,67 %, 208 von 312) zahlen gemäß des größeren Anteils der Ausschreibungen nach Tarifvertrag.

Bei rechtsgerichteten und konservativen Parteien zeigt sich ein gegenteiliges Bild. Die Zahlung nach Tarif wird in deutlich weniger als der Hälfte der Stellenanzeigen als Benefit angebracht. Die CDU kommt auf 27,49 % (47 von 171), dicht gefolgt von der AfD mit 25,38 % (33 von 130). Abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt die CSU mit 5,56 % (3 von 54). 

Auch die FDP erreicht lediglich 19,75 %, was die liberalen Standpunkte der Partei gegenüber Tarifverträgen widerspiegelt.

Eine Besonderheit stellt Volt dar. Die paneuropäische Partei wird tendenziell als Mitte-links und sozial-liberal eingestuft. Dennoch werden nur 8,51 % der Stellen nach Tarif bezahlt. Ein Blick auf die Stellenanzeigen zeigt hier jedoch, dass es sich überwiegend um Ausschreibungen mit Bezahlung auf ehrenamtlicher Basis oder projektbasierte Ausschreibungen handelt.

Studium regelmäßig Grundlage für den Berufseinstieg im politischen Umfeld

Interessieren Sie sich für einen Job im politischen Umfeld, bildet ein abgeschlossenes Studium eine wichtige Grundlage. In 54,02 % aller Stellenanzeigen wird explizit ein Hochschulabschluss als Anforderung an den Bewerber genannt. Der Hinweis auf eine bestimmte Fachrichtung ist hierbei nicht in jeder Stellenanzeige gegeben. Falls doch, unterscheiden sie sich je nach Stellenanzeige und Fachgebiet der zu besetzenden Position. Häufig genannt wird typischerweise ein Studium der Politikwissenschaften, aber auch die Fachrichtungen der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Verwaltungswissenschaften finden regelmäßig Erwähnung.

Remote Work nur etwa in jedem zweiten Job

Die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten wird in etwa jedem zweiten Job als Benefit genannt. Über alle Parteien hinweg findet Remote Work Erwähnung in 46,66 % der Stellenanzeigen.

Bei Betrachtung der einzelnen Parteien ergeben sich jedoch erhebliche Unterschiede:

Spitzenreiter ist Volt mit 91,49 % Remote-Jobs (43 von 47), gefolgt von Bündnis 90/Die Grünen mit 87,86 % (247 von 280). Ebenfalls auf eine Quote von mehr als 50 % kommen die FDP (58,02 %, 47 von 81) und die SPD (55,13 %, 172 von 312). 

Weniger als die Hälfte der zu besetzenden Positionen haben die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten beim BSW (44,44 %, 20 von 45), der CDU (41,52 %, 71 von 171), der Partei Die Linke (30,88 %, 67 von 217) und der CSU (18,52 %, 10 von 54). Schlusslicht ist die AfD mit lediglich 6,15 % bzw. 8 von 130 der Stellenausschreibungen.

Schnelle Reaktion gefragt: Keine Bewerbungsfrist in 30 % der Fälle

In rund 3 von 10 Stellenanzeigen wird laut unserer Studie keine Bewerbungsfrist genannt. In der Regel heißt das: Die Ausschreibung bleibt so lange offen, bis die Stelle besetzt ist.

Job-Interessierte sollten sich in dem Fall möglichst früh bewerben, um Chancen auf eine Anstellung zu haben. Hierfür lohnt sich das regelmäßige Prüfen der gängigen Jobportale und die Anmeldung in entsprechenden Newslettern.

Um Job-Interessierten diesen Prozess zu erleichtern, haben wir Parlamentjobs PLUS als kostenpflichtiges Abo entwickelt. Dort prüfen wir täglich mehr als 1.000 Websites und andere Quellen auf neue Ausschreibungen. Finden wir eine neue Stellenanzeige, wird diese binnen weniger Stunden auf unserer Website eingebunden. Außerdem werden Mitglieder wöchentlich per Newsletter über neue Jobs informiert:

Es warten 85 Jobs in der Politik auf Sie.

Wir gehen einen neuen, einzigartigen Ansatz: Wir durchsuchen das Internet täglich nach Jobs bei Parteien, Fraktionen, Parlamenten und Abgeordneten. Die Stellenanzeigen werden händisch geprüft und direkt bei uns im Premium-Bereich Parlamentjobs PLUS eingebunden.

Alle Jobs freischalten

Fazit und Ausblick: Grundlage sowie Aufbau unserer Analyse

Als Datengrundlage für unsere Studie haben wir auf 1.481 öffentlich zugängliche Job-Postings von Parteien, Fraktionen und Abgeordneten zugegriffen. Diese wurden zum Teil direkt von den Arbeitgebern auf unserem Jobportal veröffentlicht. Zusätzlich verfügen wir über 1.000 weitere Datenquellen, auf denen Stellenangebote im politischen Bereich veröffentlicht werden. Hierzu zählen Jobportale, Suchmaschinen und die eigenen Websites der potenziellen Arbeitgeber. Von diesen binden wir seit November 2024 sämtliche Jobs in unseren Service Parlamentjobs PLUS ein. Um eine größere Basis für unsere Analyse zu erreichen, haben wir zudem über Archiv-Dienste auf diese Websites zugegriffen und alle aufrufbaren Stellenanzeigen ab Januar 2024 ebenfalls erfasst.

Sämtliche Stellenausschreibungen wurden von uns in eine Datenbank aufgenommen und zunächst mittels automatisierter Prozesse kategorisiert und rudimentär ausgewertet. Anschließend haben wir die Daten manuell verifiziert, standardisiert und analysiert. Die spannendsten Ergebnisse haben wir in diesem Artikel vorgestellt.

Unsere gesamte Datenbasis finden Sie hier als PDF. Es ist wichtig zu beachten, dass wir nur solche Stellenanzeigen berücksichtigen konnten, die öffentlich im Internet ausgeschrieben werden. Ausschließlich intern ausgeschriebene Stellenanzeigen liegen uns nicht vor und finden daher keine Beachtung in unserer Analyse. Bei der Unterteilung nach Parteien haben wir zudem nur diese analysiert, die mindestens 10 Stellenanzeigen veröffentlicht haben. 

Ausblick: Sie haben hier die erste Auflage unserer Studie gelesen. Wir sind bestrebt, die Analyse jährlich neu aufzulegen, um den politischen Jobmarkt sowie dessen aktuelle Entwicklungen öffentlich zugänglich zu machen. Auch Abweichungen durch Wahlen auf EU-, Bundes- und Länderebene sollen sichtbar gemacht werden.

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