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Parlamentarischer Staatssekretär: Anforderungen. Aufgaben. Gehalt. Einsatz auf Bundes- und Landesebene.

Im Zusammenhang mit der politischen Berichterstattung auf Bundesebene werden immer wieder die Parlamentarischen Staatssekretäre genannt. Wenn Sie wissen wollen, was hinter dem Begriff zu verstehen ist, erhalten Sie hier von uns die Antwort. Wir erläutern im folgenden Artikel, was die Tätigkeit der Staatssekretäre umfasst, beantworten wichtige Fragen zu ihrer Arbeit und schlüsseln die Bezahlung auf. Ebenso zeigen wir, welche Anforderungen die Parlamentarischen Staatssekretäre erfüllen müssen.

Übersicht

Ein Parlamentarischer Staatssekretär (kurz: PStS) auf Bundesebene unterstützt einen Minister oder den Bundeskanzler unmittelbar bei der Erfüllung dessen Regierungsaufgaben. Im Regelfall gehört der Staatssekretär der gleichen Fraktion wie der Minister an. Analog zu den Bundesministern und dem Bundeskanzler stehen Parlamentarische Staatssekretäre in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis. Sie sind jedoch nicht Teil der Regierung, sondern sind den Regierungsmitgliedern lediglich „beigegeben“.

Jedem Minister und dem Bundeskanzler untersteht mindestens ein Parlamentarischer Staatssekretär. Die Anzahl der PStS wird im Koalitionsvertrag vereinbart. Dort wird sich auch auf eine Verteilung des Vorschlagsrechts durch die koalierenden Parteien geeinigt.

Parlamentarische Staatssekretäre werden eingesetzt, um den jeweiligen Bundesminister bei der Erfüllung seiner Regierungsaufgaben zu unterstützen. Sie vertreten ihn nach außen, dienen als Mittler zwischen dem Ministerium und Parlament, aber pflegen auch die Kontakte zu Fraktionen und Verbänden. 

Aufgaben als Parlamentarischer Staatssekretär

  • Vertretung des Ministers nach außen (z. B. bei Erklärungen vor dem Bundestag, Ausschusssitzungen, Fragestunden im Bundestag, vor dem Bundesrat)
  • Austausch zwischen Regierung und Parlament
  • Pflege von Kontakten

Gehalt als Parlamentarischer Staatssekretär

~ 156.000 € p. a. (Stand 2023)

Enthält:

  • Amtsgehalt
  • Allgemeine Stellenzulage
  • Ortszuschlag
  • Dienstaufwandsentschädigung

zzgl. gekürzte Abgeordnetenentschädigung, mind. ~ 5.917 € monatlich

Was ist ein Parlamentarischer Staatssekretär?

Ein Parlamentarischer Staatssekretär (kurz: PStS) auf Bundesebene unterstützt einen Minister oder den Bundeskanzler unmittelbar bei der Erfüllung dessen Regierungsaufgaben. Im Regelfall gehört der Staatssekretär der gleichen Fraktion wie der Minister an. Analog zu den Bundesministern und dem Bundeskanzler stehen Parlamentarische Staatssekretäre in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis. Sie sind jedoch nicht Teil der Regierung, sondern sind den Regierungsmitgliedern lediglich „beigegeben“.

Parlamentarische Staatssekretäre üben ihre Aufgabe aus, indem sie als Mittler zwischen den Bundestagsmitgliedern und der Regierung agieren. Zu ihren Tätigkeiten gehört es, dem jeweiligen Minister zuzuarbeiten. Ebenso vertreten sie den Bundesminister bei Ausschusssitzungen, Bundestagsdebatten, Fragestunden, vor dem Bundesrat und bei Sitzungen der Bundesregierung.

Die Ernennung der Parlamentarischen Staatssekretäre erfolgt durch den Bundespräsidenten nach Vorschlag durch den Bundeskanzler im Einvernehmen mit dem zugehörigen Bundesminister. Scheidet ein Bundesminister aus seinem Amt aus, müssen auch dessen Parlamentarische Staatssekretäre das Ministerium verlassen.

Die Bezeichnung „Staatsminister“ kann der Bundespräsident einem Parlamentarischen Staatssekretär verleihen (§ 8 ParlStG). Derzeit führen sie die Parlamentarischen Staatssekretäre im Kanzleramt und im Auswärtigen Amt sowie die Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland und für Migration, Flüchtlinge und Integration (Stand Oktober 2026).

Anzahl der Parlamentarischen Staatssekretäre

Jedem Minister und dem Bundeskanzler untersteht mindestens ein Parlamentarischer Staatssekretär. Die Anzahl der PStS wird im Koalitionsvertrag vereinbart. Dort wird sich auch auf eine Verteilung des Vorschlagsrechts durch die koalierenden Parteien geeinigt.

In der 21. Wahlperiode gibt es insgesamt 38 Parlamentarische Staatssekretäre (Stand Oktober 2026), was ein neuer Höchstwert ist. Dieser löst das bisherige Maximum von 37 PStS während der Ampelregierung (20. Wahlperiode) ab. Aufgrund der hohen Anzahl hat somit nahezu jeder 9. Abgeordnete aus der CDU/CSU-SPD-Koalition dieses Amt inne.

Die meisten Parlamentarischen Staatssekretäre (3) stehen dem Bundeskanzleramt, Auswärtigen Amt, Bundesministerium der Finanzen sowie Bundesministerium für Arbeit und Soziales zur Verfügung.

Liste aktueller Parlamentarischer Staatssekretäre auf Bundesebene

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht zu allen Bundesministerien, deren Minister sowie der Parlamentarischen Staatssekretäre.

Bundeskanzleramt (BKAmt)

Ministerin: Nina Warken (CDU)

1. Parlamentarischer Staatssekretär: Philipp Amthor (CDU)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Ronald Rauhe

3. Parlamentarischer Staatssekretär: Wolfram Weimer (parteilos)

Auswärtiges Amt (AA)

Minister: Johann David Wadephul (CDU)

1. Parlamentarischer Staatssekretär: Gunther Krichbaum (CDU)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Florian Hahn (CSU)

3. Parlamentarische Staatssekretärin: Serap Güler (CDU)

Bundesministerium des Innern (BMI)

Minister: Alexander Dobrindt (CSU)

1. Parlamentarischer Staatssekretär: Christoph de Vries (CDU)

2. Parlamentarische Staatssekretärin: Daniela Ludwig (CSU)

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Ministerin: Stefanie Hubig (SPD)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Anette Kramme (SPD)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Frank Schwabe (SPD)

Bundesministerium der Finanzen (BMF)

Minister: Lars Klingbeil (SPD)

1. Parlamentarischer Staatssekretär: Dennis Rohde (SPD)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Michael Schrodi (SPD)

3. Parlamentarische Staatssekretärin: Elisabeth Kaiser (SPD)

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Minister: Alexander Schweitzer (SPD)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Katja Mast (SPD)

2. Parlamentarische Staatssekretärin: Kerstin Griese (SPD)

3. Parlamentarische Staatssekretärin: Natalie Pawlik (SPD)

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)

Ministerin: Katherina Reiche (CDU)

1. Parlamentarischer Staatssekretär: Johannes Steiniger (CDU)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Stefan Rouenhoff (CDU)

Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)

Minister: Alois Rainer (CSU)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Silvia Breher (CDU)

2. Parlamentarische Staatssekretärin: Martina Englhardt-Kopf (CSU)

Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)

Minister: Boris Pistorius (SPD)

1. Parlamentarischer Staatssekretär: Sebastian Hartmann (SPD)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Nils Schmid (SPD)

Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ)

Ministerin: Karin Prien (CDU)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Mareike Lotte Wulf (CDU)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Michael Brand (CDU)

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Minister: Carsten Linnemann (CDU)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Christiane Schenderlein (CDU)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Georg Kippels (CDU)

Bundesministerium für Verkehr (BMV)

Minister: Steffen Bilger (CDU)

1. Parlamentarischer Staatssekretär: Ulrich Lange (CSU)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Christian Hirte (CDU)

Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)

Ministerin: Verena Hubertz (SPD)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Sabine Poschmann (SPD)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Sören Bartol (SPD)

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

Minister: Carsten Schneider (SPD)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD)

2. Parlamentarische Staatssekretärin: Bettina Hagedorn (SPD)

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Ministerin: Dorothee Bär (CSU)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Silke Launert (CSU)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Matthias Hauer (CDU)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ministerin: Reem Alabali Radovan (SPD)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Bärbel Kofler (SPD)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Johann Saathoff (SPD)

Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)

Minister: Karsten Wildberger (CDU)

1. Parlamentarische Staatssekretärin: Gitta Connemann (CDU)

2. Parlamentarischer Staatssekretär: Thomas Jarzombek (CDU)

Quelle: Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages, Kapitel 6.3 „Bundesministerien – Minister und Staatssekretäre“ (Stand 10.08.2026), Bundesregierung, Stand 10/2026

Was ist der Unterschied zwischen einem Parlamentarischen Staatssekretär und einem beamteten Staatssekretär?

Ein (beamteter) Staatssekretär ist der ranghöchste Beamte eines Ministeriums. In der Hierarchie steht darüber nur der Minister. Ein Staatssekretär ist verbeamtet und vertritt den Minister nach innen. Hierzu besitzt er eine Weisungsbefugnis gegenüber den Beschäftigten des Ministeriums. Sein Beamtenverhältnis endet nicht mit einem Ministerwechsel. Als politischer Beamter kann er aber jederzeit in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden (§ 54 BBG).

Ein Parlamentarischer Staatssekretär hingegen ist in aller Regel Abgeordneter des Bundestags. Er ist nicht verbeamtet, sondern steht in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis. Auch er untersteht dem Minister und unterstützt ihn bei der Leitung des Ministeriums. Allerdings vertritt der Parlamentarische Staatssekretär den Minister nach außen, etwa im Bundestag oder vor dem Bundesrat. Verlässt der Minister sein Amt, endet auch das Amtsverhältnis des Parlamentarischen Staatssekretärs (§ 4 ParlStG).

Beamteter Staatssekretär

Parlamentarischer Staatssekretär

Status

Ranghöchster Beamter im Ministerium

Abgeordneter des Bundestags, in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis, keine Verbeamtung

Aufgaben

Fachliche Leitung des Ministeriums, Vertretung des Ministers nach innen

Vertretung des Ministers nach außen, Vermittlung zwischen Regierung und Parlament

Dienstverhältnis

endet nicht mit dem Ministerwechsel, einstweiliger Ruhestand jederzeit möglich

endet bei Ministerwechsel

Welche Aufgaben hat ein Parlamentarischer Staatssekretär?

Parlamentarische Staatssekretäre werden eingesetzt, um den jeweiligen Bundesminister bei der Erfüllung seiner Regierungsaufgaben zu unterstützen. Sie vertreten ihn nach außen, dienen als Mittler zwischen dem Ministerium und Parlament, aber pflegen auch die Kontakte zu Fraktionen und Verbänden. Die konkreten Tätigkeitsfelder legt der Minister für seine Parlamentarischen Staatssekretäre fest.

Vertretung nach außen

Parlamentarische Staatssekretäre können den Minister auf dessen Wunsch nach außen vertreten, beispielsweise bei Erklärungen vor dem Bundestag, Ausschusssitzungen, Fragestunden im Bundestag, vor dem Bundesrat und bei Sitzungen der Bundesregierung.

Austausch zwischen Regierung und Parlament

Einerseits unterstützen Parlamentarische Staatssekretäre den Minister bei dessen Regierungsaufgaben. Zum anderen sind sie Mitglied des Bundestags. Die Parlamentarischen Staatssekretäre bilden somit ein Bindeglied zwischen Regierung und Parlament. 

Pflege von Kontakten

Der Austausch von Informationen und Wissen mit relevanten Akteuren im Fachbereich des Ministeriums ist unabdingbar. Zu diesem Zweck pflegen Parlamentarische Staatssekretäre Kontakte zu Fraktionen, Abgeordneten und Arbeitskreisen des Bundestags, zu Parteien sowie zu Verbänden und Interessenvertretungen.

Wie hoch ist das Gehalt eines Parlamentarischen Staatssekretärs?

Ein Parlamentarischer Staatssekretär erhält 75 Prozent des Amtsgehalts und der Dienstaufwandsentschädigung eines Bundesministers (§ 5 ParlStG). Das Amtsgehalt eines Bundesministers beträgt eineindrittel des Grundgehalts der Besoldungsgruppe B 11 (§ 11 BMinG). Rechnerisch entspräche das Amtsgehalt eines Parlamentarischen Staatssekretärs damit genau dem Grundgehalt von B 11. Das Gesetz über die Nichtanpassung von Amtsgehalt und Ortszuschlag der Mitglieder der Bundesregierung und der Parlamentarischen Staatssekretäre und weitere Gesetze haben die Amtsbezüge jedoch in den Jahren 1993/1994, 2003/2004, 2008/2009, 2010/2011 und 2021/2022 von den allgemeinen Besoldungserhöhungen ausgenommen. 2023 lag das Amtsgehalt deshalb mit 11.691,90 € deutlich unter dem Grundgehalt von B 11 (15.074,80 €).

Für 2023 ergeben sich daraus folgende monatliche Bezüge:

Position

monatliche Zahlung (brutto)

Ein Amtsgehalt nach § 5 Abs. 1 ParlStG i.V.m. § 11 Abs. 1 lit. a BMinG

11.691,90 €

Allgemeine Stellenzulage nach § 5 Abs. 1 ParlStG i.V.m. § 11 Abs. 1 lit. a BMinG

30,68 €

Ortszuschlag nach § 5 Abs. 1 ParlStG i.V.m. § 11 Abs. 1 lit. b BMinG (für Ledige ohne Kind/er)

1.066,72 €

Dienstaufwandsentschädigung § 5 Abs. 1 ParlStG i.V.m. § 11 Abs. 1 lit. c BMinG

230,08 €

12.998,38 €

Stand 2023

Quelle: Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags: WD 3 – 3000 – 055/23- Vergütung von Abgeordneten, des Bundeskanzlers, von Bundesministern und Parlamentarischen Staatssekretären Untertitel: Aktualisierung des Sachstandes WD 3 – 3000 – 087/22

Seitdem nehmen die Amtsbezüge wieder an den allgemeinen prozentualen Erhöhungen der Besoldungsgruppe B 11 teil (§ 1b des Nichtanpassungsgesetzes). Die heutigen Beträge liegen daher über den Werten der Tabelle. Eine neuere amtliche Aufstellung haben wir nicht gefunden (Stand Oktober 2026).

Wer zugleich dem Bundestag angehört, erhält zusätzlich die Abgeordnetenentschädigung in gekürzter Form. Sie beträgt seit dem 1. September 2026 wieder 11.833,47 € im Monat. Die zum 1. Juli 2026 fällige Erhöhung um 4,2 Prozent hat der Bundestag zurückgenommen. Gekürzt wird um 50 Prozent, höchstens aber um 30 Prozent des Amtseinkommens (§ 29 AbgG). Die Obergrenze kann dazu führen, dass mehr als die Hälfte bleibt: Für Ledige ohne Kinder ergab sich 2023 eine Entschädigung von 6.495,80 € statt 5.147,51 €.

Welche Voraussetzungen muss ein Parlamentarischer Staatssekretär erfüllen?

Mit Ausnahme der Parlamentarischen Staatssekretäre des Bundeskanzlers ist die Mitgliedschaft im Bundestag Voraussetzung für die Einberufung in diese Position (§ 1 ParlStG). Dementsprechend handelt es sich bei Personen in dieser Position um Spitzenpolitiker, die bereits zahlreiche Anforderungen erfüllen mussten. Hierzu zählen etwa eine langjährige, erfolgreiche Laufbahn in der Politik sowie das Vertrauen der eigenen Partei.

Lesen Sie mehr dazu hier: Abgeordnete des Bundestags: Voraussetzungen. Aufgaben. Bezahlung. Gehalt nach Ausscheiden.

Um in das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs ernannt zu werden, ist zudem ein hohes Vertrauen der Regierung sowie die Unterstützung deren Politik Voraussetzung. Aufgrund der hohen Verantwortung der Amtsträger, die unter anderem den Minister nach außen vertreten, werden häufig diejenigen Mitglieder der eigenen Fraktion ausgewählt, die eine gewisse Erfahrung im Parlament vorweisen können.

Parlamentarische Staatssekretäre auf Landesebene

In einer kleinen Anzahl deutscher Bundesländer sind oder waren Parlamentarische Staatssekretäre benannt. Die Regelungen unterscheiden sich von Land zu Land. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick:

Bundesland

Parlamentarischer Staatssekretär

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg können seit 1972 „Politische Staatssekretäre“ ernannt werden, die den Parlamentarischen Staatssekretären auf Bundesebene ähneln. Sie sind keine Regierungsmitglieder, sondern stehen in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis. Daneben können nach Artikel 45 der Landesverfassung Staatssekretäre als weitere Mitglieder der Regierung ernannt werden.

Bayern

In Bayern existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht. Allerdings sind bayerische Staatssekretäre ähnlich den Parlamentarischen Staatssekretären auf Bundesebene. Sie können Mitglieder des Parlaments sein und unterstützen die Leitung eines Ministeriums. Darüber hinaus sind sie Teil der Bayerischen Staatsregierung. Während der aktuellen (19.) Wahlperiode haben dieses Amt Sandro Kirchner (CSU), Martin Schöffel (CSU) und Tobias Gotthardt (Freie Wähler) inne.


Den beamteten Staatssekretären (fast) aller anderen Bundesländer entsprechen in Bayern die Ministerialdirektoren.

Berlin

In Berlin existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

Brandenburg

In Brandenburg existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

Bremen

In Bremen existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

Hamburg

In Hamburg existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

Hessen

In Hessen existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Ernennung Parlamentarischer Staatssekretäre rückwirkend zum 15. November 1990 ermöglicht worden. Amtsinhaber müssen Mitglied des Landtags sein. 


In der 8. Wahlperiode (2021–2026) hatte Heiko Miraß (SPD) das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern und das östliche Mecklenburg inne. Nach der Landtagswahl vom 20. September 2026 lief die Regierungsbildung noch (Stand Oktober 2026).

Niedersachsen

In Niedersachsen existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

Nordrhein-Westfalen

In der aktuellen (18.) Wahlperiode hat im Landtag von NRW der CDU-Politiker Josef Hovenjürgen das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung inne.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

Saarland

Im Saarland existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

Sachsen

In Sachsen wurde das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs durch eine Gesetzesänderung vom 12. Januar 1995 abgeschafft. Zuvor existierte es lediglich in der ersten Wahlperiode des Sächsischen Landtags (1990 bis 1994) und wurde im Sächsischen Ministergesetz geregelt.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wurde das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs durch Gesetz zur Änderung des Landesministergesetzes vom 19. Dezember 2000 schließlich abgeschafft. Zuvor gab es bereits seit 1948 die Möglichkeit zur Einsetzung Parlamentarischer Vertreter, die ab 1979 als Parlamentarische Staatssekretäre bezeichnet wurden. Tatsächlich besetzt wurde das Amt nur von 1979 bis 1987 im Kultus- und im Sozialministerium.

Thüringen

In Thüringen existiert das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs nicht.

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Fazit – Berufsbild Parlamentarischer Staatssekretär

Parlamentarische Staatssekretäre bekleiden eines der höchsten politischen Ämter Deutschlands. Ihre Aufgabe besteht darin, die Regierungsarbeit zu unterstützen. Welche Tätigkeiten damit einhergehen, wie viele Parlamentarische Staatssekretäre es gibt und welche Anforderungen diese erfüllen müssen, haben wir Ihnen im Artikel verraten. Darüber hinaus haben wir das Gehalt in dieser Position aufgeschlüsselt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen damit weiterhelfen konnten!

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